CHRONIK DER TSV

Die 70er Jahre

Die Fahrtensegler dehnten ihre Urlaubstörns immer weiter aus. Wurden mit den kleinen Booten haupsächlich Belte und Sunde befahren, segelte man nun auch in der nördlichen, westlichen und südlichen Ostsee. Kattegat, Skagerak, Bornholm sowie die dänische und schwedische Küste hießen die neuen Urlaubsziele.

files/MyLayout/img/03chr_91.jpg Im Heimathafen angelangt, wartete wieder Arbeit auf sie. Der Flaggenmast aus Holz war morsch und wurde 1972 durch einen 19m hohen Mast aus verzinktem Stahlrohr ersetzt.

Der Jahr für Jahr zurück-weichende Röhrichtgürtel gab auch den Touren-Seglern Anlaß zur Sorge. So entschloß man sich 1977 auf Initiative des Nachbarvereins zum Röhrichtanbau im Uferbereich, der bis 1986 fortgesetzt wurde.

Die immer größeren und schwereren Schiffe überforderten die Holzsteganlage. Eine neue Anlage aus Stahl war notwendig. Im Winter wurde nach entsprechenden Vorbereitungen der T-Steg mit aufwendig entrosteten und konservierten Lokomotivschrottrohren erstellt. files/MyLayout/img/03chr_92.jpg Dafür wurde ein neues Verfahren entwickelt. Fertiggeschweißte Portale spülte man mit langen Sonden unter Wasserdruck ein und verband sie mit entsprechenden Trägern. 1980 folgte der westliche Steg aus verzinktem Stahlrohr sowie eine Jollensteganlage mit Slipeinrichtung. Gleichzeitig entstand eine 11 m hohe Mastleiter, die seitdem auch von vielen anderen Seglern am Tegeler See gern benutzt wird. Damit war es nun möglich, Steck- und aufgesetzte Masten problemlos zu stellen bzw. zu legen.

Im Anschluß an die Urlaubs- und Regatta-Saison ging 1978 erstmalig eine Sternfahrt der übrigen Vereine zu den Touren-Seglern. Diese, mit dem Fahrtenobmann der Gruppe Tegel durchgeführte Veranstaltung, dient auch heute noch ausschließlich der Begegnung und ermöglicht den Teilnehmern, bei Spiel und Spaß sowie einem fröhlichen Umtrunk ihr Seemannsgarn zu spinnen.