CHRONIK DER TSV

Die 60er Jahre (2)

1964 feierte die Touren-Segler-Vereinigung ihr files/MyLayout/img/03chr_81.jpg50jähriges Bestehen. Der 1. Vorsitzende Egon Losch war mit seiner Frau Lotte die Seele des Vereins und konnte auf eine langjährige Vorstandsarbeit zurückblicken. Sein Motto "Segeln mit billigsten Mitteln" hatte dazu geführt, daß auch weniger Betuchte den Segelsport in der TSV ausüben konnten. Zur Erinnerung an diesen Tag verteilte er an alle Mitglieder eine Jubiläumsausgabe des Vereinsstanders.

Was zunächst wie ein einfacher Reparaturwerkstoff für Holzboote aussah bekam eine andere Dimension. "Polyester-Harry" kaufte 1966 das in Österreich hergestellte Vollkunststoffboot "Admiral" und war damit der Vorreiter, einer neuen Ära in der TSV.

Doch auch Rückschläge mußten verkraftet werden. So verlor, Alfred Schulze im Frühjahr 1969 durch Einbruch und Brandstiftung seinen Jollenkreuzer sowie einige Mitglieder ihre Masten, die im gleichen Schuppen gelagert waren. Außerdem wurde die Inneneinrichtung des Clubhauses verwüstet.

files/MyLayout/img/03chr_82.jpg Im gleichen Jahr wurde das erste seegängige Kunststoff-Kajütboot getauft, eine Contest 27 - ein 'Riesenschiff'. Nun merkte jeder, daß mit der bisherigen "Hau-Ruck-Methode" solche Schiffe nicht auf- und abgeslippt werden konnten. Das Boot ließ sich mit Muskelkraft nur bei Außerachtlassen jeglichen Sicherheits-denkens bewegen. Die Arbeit war einfach zu gefährlich, und jeder war froh, als die Yacht beim ersten Mal nach über einer Stunde Arbeit an Land stand. Aber die Touren-Segler waren schon immer ideenreich. So erdachte sich Richard Dickert 1971 - zur rechten Zeit - eine Art Huckepackslipwagen, mit dem die Boote mit wenig Muskelkraft und ohne Umladen an Land bzw. zu Wasser gebracht werden konnten. Dieses Verfahren wird - laufend verbessert - auch heute noch angewandt. Damit war das "Dick-Schiff-Zeitalter" bei den Touren-Seglern eingeleitet.