CHRONIK DER TSV

Die 60er Jahre (1)

Mit Beginn des Wirtschaftsfiles/MyLayout/img/03chr_71.jpgwunders, das seine Schatten vorauswarf, kam der Wunsch nach einem neuen Clubhaus auf. Dazu wurde der Keller des vorhandenen Holzhauses neu isoliert und um 4 m nach Osten verlängert. Das auf diesem Unterbau im Selbstbau erstellte neue massive Clubhaus wurde im Jahre 1961 eingeweiht. Als das aus Holz gefertigte Bollwerk erneuert werden mußte, schuf man aus Stahlträgern und Stolte-Dielen etwas für die Ewigkeit. Kaum war das Clubhaus fertig, wurde das nächste arbeitsintensive Projekt in Angriff genommen.

Am westlichen Ende des Vereinsgrundstückes hatte man ein etwa 1000 qm großes Areal zusätzlich gepachtet, das zuvor den Wasserwerken zur Ablagerung von Klärschlamm diente. Dies bedeutete zwei Jahre verbissene Arbeit! Der ca. 2 m unter dem Klärschlamm befindliche Mutterboden mußte nach oben - mit Schippe und Spaten eine schweißtreibende Arbeit! files/MyLayout/img/03chr_72.jpg Das Ergebnis war ein idyllisches Stück Erde mit einer herrlichen Wiese. Ein idealer Ort zum Ausruhen und Segeltrocknen. Die zwei Jahre Arbeit waren jedoch umsonst. Mit dem Erstellen des Uferwanderweges mußte dieses Gelände wieder abgegeben werden, um der Öffentlichkeit zugänglich zu sein.

1962 war man im Bootsbau innovativ - Polyester hieß das Zauberwort! Schlagworte wie "Keine Arbeit mehr" und "Nie überholen" kursierten. Warme Tage wurden abgewartet, Polyesterbüchsen stapelten sich vor einer Weserjolle. Harry Ullrich wagte es: Die alte Farbe wurde abgekratzt, abgebrannt und mit viel Elan eine neue Haut aus Nessel (zur Verstärkung) und Polyester aufgebracht. Der Stapellauf wurde zum Fiasko - das Boot sank sehr schnell und mußte eiligst wieder an Land gezogen werden. Nachdem der Schwertkasten innen ebenfalls überzogen war, klappte es - der Bootsbauwerkstoff Kunststoff war akzeptiert, und "Polyester-Harry" hatte seinen Spitznamen.