CHRONIK DER TSV

Die 30er und 40er Jahre (1)

Es begann die Ära der Jollenkreuzer: Sechs dieser files/MyLayout/img/03chr_31.jpgBoote besaßen 20 qm und fünfzehn hatten 15 qm Segelfläche. Es waren teils Werft- und teils Eigenbauten. Die 30er Jahre waren für die TSV erfolgreiche Jahre.

Da es viele Klassenboote gab, wurden die Regatten stets gut beschickt - und dies mit Erfolg! Auch im Wandersegeln machten die Touren-Segler ihrem Namen alle Ehre. Sie gewannen sechs erste Preise und damit Goldplaketten, außerdem zweite und dritte Preise. Selbst beim Seetreffen in Swinemünde holten die Jollenkreuzer einige Pokale.

files/MyLayout/img/03chr_32.jpg Nun rührten sich auch die Seefahrer. Küstenvereine aus Königsberg, Elbing und Swinemünde hatten sich dem Freien Segler-Verband angeschlossen. Jedes Jahr fand in Swinemünde ein Seetreffen mit anschließender Regatta statt. Die ersten Jollenkreuzer nahmen daran teil. Leider war der Urlaub zu dieser Zeit sehr kurz bemessen. Wer konnte, nahm unbezahlten Urlaub hinzu.

Dann nahte Unheil - das l000-jährige Reich machte sich bemerkbar. Im Zuge der Gleichschaltung wurde der Freie Segler-Verband aufgelöst, und die Touren-Segler- Vereinigung mußte sich dem Deutschen Seglerverband anschließen. Man beschlagnahmte das Vereinsgrundstück, und die Kameraden durften es nicht mehr betreten. Erst nachdem ihnen ein "Nazi" als Beobachter zugeteilt worden war, durften die Mitglieder wieder zu ihren Booten.

files/MyLayout/img/03chr_33.jpg Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges 1939 wurden viele Vereinsmitglieder zum Kriegsdienst eingezogen. Am 26. November 1943 ging eine Luftmine auf dem Wasserwerksgelände nieder. Das Clubhaus und alle Boote waren nur noch ein Trümmerhaufen. Am 3. Februar 1944 vernichtete ein Bombenangriff noch den dritten Steg und den Rest des Clubhauses durch Brand. Bis auf die Slipschienen wurde alles durch Feuer zerstört.