CHRONIK DER TSV

Die 20er Jahre

files/MyLayout/img/03chr_21.jpg Dem Freien Segler-Verband gehörte inzwischen eine stattliche Anzahl von Vereinen an. Diese führten bereits Verbandsregatten durch, abwechselnd in Tegel, Grünau und auf der Unterhavel. Die Beteiligung der Touren-Segler an den Regatten war so rege, daß ein Schlepper gemietet werden mußte, um mit den Schiffen zu den Regattarevieren zu gelangen. Man meldete immer ca. 30 - 35 Boote zur Regatta.

Die TSV-Flotte bestand in den 20er Jahren aus ungefähr 70 Booten, und zwar aus 15 Booten mit 20qm Segelfläche, 8 mit 15 qm, 10 Rennjollen mit 10 qm, 6 Halbrennjollen, 6 Seekreuzern, 4 Kielschwertern, einigen Ausgleichsjollen und ein paar nicht zu klassifizierenden Yachten. Ca. 60% der Boote waren Eigenbauten.

files/MyLayout/img/03chr_22.jpgDie Arbeit hörte nie auf: Das Grundstück wuchs und wuchs. Zusätzlich zum Arbeitsdienst mußten drei Mann pro Nacht Wache schieben.

Die letzte Kahnladung Schutt kam von Schering und war durchsetzt mit Hunderten von faulen Eiern. Das war ein Duft! Die Stelle, an der jetzt der Flaggenmast steht, nannte man deshalb Ei-Land.

files/MyLayout/img/03chr_23.jpg Im Jahre 1927 wurde ein neues Clubhaus fertig. Auch dieses entstand im Selbstbau. Die Finanzierung erfolgte durch den Verkauf von Bausteinen im Werte von 5 M und eine Umlage von 200 M pro Mitglied. Zu dieser Zeit betrug das Eintrittsgeld 50 M, der Beitrag 5 M. Zum Vergleich: Der Wochenlohn eines gut verdienenden Handwerkers betrug 50 M.

Mit Ausbruch der Weltwirtschaftskrise im Jahre 1929 begann eine große Arbeitslosigkeit, die im Winter 1931/32 ihren Höhepunkt mit über 6 Millionen Arbeitslosen erreichte. Auch die Hälfte der Mitglieder der TSV wurde davon erfaßt. Der schweren Zeit zum Trotz wurden im Laufe der Jahre eine Spundwand aus Bohlen geschlagen, eine Ramme dafur gebaut, Stege ausgebessert und Achterpfähle ersetzt.