SEESPORT


Schweriner-Marathon-Regatta für Kutter 2000

Betrachtungen von Dieter Fleischmann vom 2. September 2000

Nach Schwerin fahren wir immer sehr gern,

   weil das Segelrevier so toll ist,
   weil wir in hübschen Gästezimmern schlafen,
   weil wir da ja immer gut gesegelt haben,
   weil wir dahin unsere Ehefrauen mitnehmen,
   weil Harry und Bernhard uns in so tolle Gaststätten führen,

und nun könnte ich ja eigentlich aufhören, von Schwerin zu schwärmen.

Meine liebe Frau wollte zunächst auch mitfahren, hat sich dann aber wieder anders entschieden, und es gelang mir und Bernd nicht sie umzustimmen. So ist nun mein Freund Horst mitgefahren.

Wir sind am Freitag dem 1.9. um ca. 10.30 Uhr losgefahren und hatten eine gute Fahrt, es ist ja nicht weit, ca. 2 Stunden bei schönem Wetter nach Schwerin. Harry hat uns unser Zimmer gezeigt und nachdem wir unsere Taschen abgestellt haben, machten wir einen kleinen Bummel durch die Altstadt. Wieder zurück zum SSV auf unser Zimmer und ein klein bischen ausruhen. Um ca. 16.30 Uhr kamen Marita und Gerd, mit denen haben wir eine Tasse Kaffee (Tee) auf der wunderschönen Terasse getrunken, mit Blick auf den See. Dann kamen Ralf und Koko mit dem “Matjes” und nun war Schluß mit Lustig.

Boot zu Wasser, Masten stellen, Segel anschlagen, basteln, fummeln ohne Ende, aber alles schön in Ruhe. Dann zum Schweriner Marineclub unseren “Matjes” anmelden und das Startgeld bezahlen. Ein kurzer Spruch mit den anderen Teilnehmern, ein Bier, hier war jetzt Hektik angesagt. Boote kranen, Trailer bewegen, Autos, Zelte, Tische, Stühle, Menschen und dann noch ein starkes Gewitter mit viel Regen. Alles auf dem engen Grundstück, da haben wir es besser beim Schweriner Segel Verein.

So schnell wie möglich zurück zu unseren Leuten, hier war bereits alles klar. Wir wollen gut und ausgiebig essen gehen. Bernhard fuhr den Bus von Ralf, mir kam die Fahrt endlos vor, ich dachte wir fahren nach Lübeck. Aber wie heißt es doch, “gut Ding braucht Weil”. Das Nachtessen war hervorragend, gut gesättigt und müde waren wir um 24.00 Uhr wieder in unseren Zimmern. Am nächsten Morgen um 6.30 Uhr Aufstehen, um 7.30 Uhr Steuermanns- besprechung, 9.00 Uhr Schlepp zum Start in der Schloßbucht, wir brauchen ja bloß aus dem Hafen, schon sind wir am Start. 9.40 Uhr geht es los, an der 1. Tonne sind wir das 6. Boot welches um das Fass geht.

Dann geht es in Richtung Zippendorf unter Spi, dann durch die Inseln Kaninchenwerder und Ziegelwerder in Richtung Paulsdamm. Es geht ab mit halbem Wind. Es war eine Klase, Marita hatte gebratene Schnitzel mitgeschickt, die Flasche Cherry macht die Runde, halber Wind es geht ab wie “Robert Redford”. Matjes rennt und rennt, es rauscht nur so, Herz was willst du mehr.

Am Paulsdamm müssen wir die Masten legen und Rudern wie die Teufel. Klaus und Batzi, alle Achtung. Nach der Brücke alles wieder aufrichten. Dank Bordingenieur Koko geht es wie am Schnürchen. Weiter geht es immer weiter, alles unter Spi mit gutem halben Wind zu Insel Lieps. Wir entscheiden oben herum zu fahren, also Nord, dann West am Wind. Wir sind das 2. Boot, vor uns nur noch der Kutter “Pamir” (die Jungs können auch segeln). So geht es weiter in Richtung Brücke am Paulsdamm. Alles wieder abbauen, Rudern wie die Knechte, dann durch die Brücke. Alles wieder aufstellen, weitersegel. Nur der Wind hat jetzt ein bischen nachgelassen. Wäre es nach uns gegangen hätte er noch ein bischen zulegen können, aber damit müssen wir leben. Weiter geht es durch die Inseln in Richtung Ziel. Die Matjescrew ist 2. geworden. Die Jungs von der “Pamir Z44” waren vor uns, es war ein tolles Rennen.

Mein Freund Horst hat nun auch noch mitgesegelt. Während wir unser Boot gemeldet haben, hat uns der Bootsführer des Kutters “Merkin” angesprochen, ob wir einen Mann für ihn hätten. Sie sind nur 5 Mann und es fehlt der 6. Mann. Horst hat nicht lange überlegt und ist zur Freude der Crew eingestiegen. Er ist immer ein Mann für alle Fälle. Als der Spibaumbeschlag brach, hat er mit Draht Abhilfe geschaffen. Am Paulsdamm hat er gesteuert während die Jungs mit den Masten gekämpft haben. So hat er gleich einen Einblick in die Kutterszene bekommen. Auch ihm hat alles viel Spaß gemacht.

Nun geht es nach Hause und gleich das Boot aus dem Wasser auf den Hänger, alles verladen und verstauen. Dann endlich Duschen, eine halbe Stunde ausruhen, dann zur Preisverteilung. Um 21.00 Uhr hatten wir einen Tisch in einem kleinen Schweriner Lokal bestellt. Auch hier haben wir hervorragend gegessen. Dann um ca. 24.00 Uhr wieder auf dem Zimmer und schlafen. Am Sontag haben wir alle zusammen um 10.00 Uhr ein ausgiebiges Frühstück in einer kleinen Kneipe eingenommen, preiswert und sehr gut. Nun kan man sagen wir haben in Schwerin gut gegessen und gut gesegelt. Danach ging es ab nach Hause. Um 13.00 Uhr waren wir wieder in Berlin. Es hat während der ganzen Fahrt geregnet. Uns haben die Tage in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern sehr gut gefallen.